Diese Woche in Podcasts (03.09.17)

B2W Back To Work #339 gibt es am Ende eine kurze aber schöne Rückkehr zum Kernthema Produktivität mit Referenz zu David Allen’s “Getting Things Done”. Ein Detail war der Tipp, sich morgens hinzusetzen und 4 Sätze aufzuschreiben, die die folgenden Fragen beantworten:

  • Was beschäftigt mich gerade?
  • Was macht mir Sorgen?
  • Was muss ich heute erledigen?
  • Was möchte ich heute erledigen?

Dabei soll man so schreiben, dass man in einem halben Jahr auch ohne zusätzlichen Kontext genau verstehen würde, was die jeweiligen Antworten meinen. Außerdem der Hinweis, dass es sich bei Problemen mit Prokrastination (Aufschieberitis) sehr bewährt hat, morgens als erstes eine nicht zu große, aber eher unangenehme Aufgabe zu erledigen.

Under The Radar In Under the radar #95 sprachen Marco und David über die Verantwortung, die man als Entwickler seinen Kunden gegenüber hat. Das betrifft heutzutage vor allem den verantwortlichen Umgang mit den Daten des Kunden, seine Privacy. Warnendes Beispiel war AccuWeather, die auch ohne Nutzereinwilligung zur Standortfreigabe den Wifi-Namen zur Lokalisierung benutzte und an Dritte weitergab. Leider gibt es einen starken finanziellen Anreiz, möglichst viele Daten des Nutzers zu sammeln und weiterzugeben, weil damit die Werbeeinnahmen erhöht werden können. Damit verschiebt sich, wer der eigentliche Kunde der App ist: vom Nutzer hin zu den Werbetreibenden. Eine hässliche Folge des Rennens hin zu immer niedrigeren Preisen für Software. Aber die Verantwortung bleibt beim Entwickler - es ist sein Job, ein Geschäftsmodell zu schaffen, bei dem er morgens noch in den Spiegel blicken kann. Und das gilt auch für Komponenten von Drittanbietern, die er in seine Software aufnimmt. Hier sollte immer der Tradeoff beachtet werden zwischen Komfort/Features und dem Risiko, mit Nutzerdaten unverantwortlich umzugehen. Der Benutzer vertraut dem Entwickler und interessiert sich nicht für eingesetzte Bibliotheken. Für deren Einbinden trägt immer der Entwickler die Verantwortung. Apple lebt hier vor, dass es richtig sein kann, sich gegen die einfache Lösung entscheiden kann, um auf weniger Nutzerdaten zuzugreifen. Diesem Beispiel sollten wir als Entwickler öfter folgen und uns immer wieder fragen, ob es nicht doch eine Lösung gibt, bei der wir noch sparsamer mit Daten umgehen könnten.

Core Intuition Bei Core Intuition #294 wurden der Wechsel von Chris Lattner zu Google Brain, der Status des Autoprojekts bei Apple, das sich jetzt mehr auf die Software zum autonomen Fahren konzentriert und der Nachricht, dass sich Crashplan aus dem Endkundengeschäft mit Onlinebackup zur¨ckzieht.

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