Diese Woche in Podcasts (14.01.18)

Neuvorstellung

release Release Notes #243 von Charles Perry und Joe Ciplinski. Die beiden sind selbständige Softwareentwickler. Sie betreiben außerdem eine Konferenz namens “Release Notes”, von der sie in diesem Podcast allerdings ankündigen, dass sie 2018 aussetzen wollen. Thema ist die Softwareentwicklung, aber “everything but the code”, also alle Aspekte außer der eigentlichen Programmierung.

Die üblichen Verdächtigen

core Mit Core Intuition von Daniel Jalkut und Manton Reece aufgeholt. Core Intuition #310 dreht sich stark um den Microbloggingservice Micro.blog von Manton Reece, um die Tatsache, dass Software nie fertig ist, dass sich das konkrete Produkt immer von der Idee unterscheidet (aber den großen Vorteil hat, real zu sein) und dass man den aktuellen Stand auch immer als Basis für zukünftige Entwicklungen zu sehen (die viel schwerer wären, wenn man die Basis nicht hätte). Weiter diskutieren sie den Bloomberg-Bericht von Mark Gurman über das Gerücht, dass Apple es einfacher machen würde, iOS-Apps auf den Mac zu bringen.

Core Intuition #311: Noch einmal Schwerpunkt micro.blog, das nach einer langen Phase mit Einladungen jetzt mit einer Begrenzung der maximalen täglichen Zahl von Neuanmeldungen öffentlich zugänglich ist. Hier gilt es abzuwägen, wie viel Neuzugänge zu verkraften sind ohne die Stabilität des Servic in Frage zu stellen. Dabei geht man natürlich die Gefahr ein, erstens keinen großen einzelnen öffentlichen Launch zu haben und dass andererseits Leute, die sich interessieren und die eventuell auch Multiplikatoren sein könnten, durch die Begrenzung verliert. Die Diskussion von Spectre und Meltdown findet etwas zu früh statt ohne allzu gründliches Wissen über die Schwachstellen, hier sind andere Quellen hilfreicher. Schließlich noch der Kauf von Buddybuild, einer sehr erfolgreichen Plattform für Integration/Delivery/Feedback, die sich an mobile Entwickler richtet, durch Apple. Buddybuild nimmt derzeit keine neuen Kunden an und wird die Unterstützung für Android demnächst einstellen. Die Hoffnung ist, dass Buddybuild ähnlich wie Testflight, das auch ursprünglich unabhängig war, erfolgreich in die Apple-Entwicklerwerkzeuge integriert wird.

Die aktuellste Folge Core Intuition #312 thematisiert unter anderem die Ausgewogenheit zwischen Überzeugung und praktischer Ausführung. Am Beispiel von micro.blog heisst das, dass Manton eindeutig eine starke Meinung hat, wie sich Microblogging entwickeln sollte, welche Form es annehmen sollte und welche Gefahren drohen. Aber er wägt diese Überzeugungen immer ab mit der praktischen Nutzbarkeit des Service für die Anwender. Danbeben geht es auch um die Persönlichkeit von Firmen und Produkten und dass es schwer daneben gehen kann, wenn man dem Produkt eine künstliche Persönlichkeit aufstülpen will, die der Firma und dem Produkt eigentlich nicht gerecht werden. Schließlich dann noch eine lange Ablenkung zum Thema Kryptowährungen.

agents In Free Agents #38 interviewen Jason Snell und David Sparks diesmal Thom Zahler, der schon seit 15 Jahren als unabhängiger Künstler für Comics und Fernsehen arbeitet und darüber berichtet, wie sich seine Arbeit immer geändert hat und er den richtigen Ausgleich zwischen eigenen Produkten und der Arbeit an bekannten Franchises sucht.

b2w In der aktuellen Folge #358 von Back to work erfinden sich Dan Benjamin und Merlin Mann eine Podcast-App, sprechen über Podcasts auf dem Amazon Echo (“lady in the tube”) und das Yerkes-Dodson-Gesetz, das einen Zusammenhang zwischen Erregungsniveau und kognitiver Leistungsfähigkeit beschreibt. Ein Hörer fragt, wie man mit unerwünschten Gesprächen am Arbeitsplatz umgeht, speziell wenn diese einen stark negativen Einschlag haben, also ständig über Kollegen, Vorgesetzte und die allgemeinen Umstände gemeckert wird.

atp Im Accidental Tech Podcast #256 gibt es Nachträge (follow-up) unter anderem zu Meltdown und Spectre, sowie zum iMac Pro und die überhöhten Preise für dessen schwarzes (bzw. space gray) Zubehör, das es von Apple nur beim Kauf eines iMac Pro gibt, auf ebay. Marco ist begeistert vom Sprung, den Sony mit der α7R III gemacht hat. Die beim Vorgänger schon hervorragende Bildqualität wird jetzt auch durch eine endlich akzeptable Akkulaufzeit und verbesserte Bedienung ergänzt.

radar Nach dem Rückblick auf 2017 in der vorigen Folge blick Under The Radar #114 in die Zukunft. Marco und David erläutern ihre Wünsche für die APIs/SDKs von Apple für die Zukunft. Während man mit dem Stand von iOS sehr zufrieden ist, gilt WatchKit weiterhin als völlig unzureichend. Speziell da Apple etwas eigenes verwendet (wohl eine einfache Variante von UIKit), den externen Entwicklern aber nur das extrem eingeschränkte WatchKit zur Verfügung steht, das sich gegenüber der ersten Variante, bei der die Berechnung auf dem iPhone stattfand und nur das User Interface auf der Watch ausgeführt wurde, nicht signifikant geändert hat, auch wenn jetzt der komplette Prozess auf der Uhr abläuft. Schließlich ergänzen sie noch den Wunsch, dass Swift endlich aus dem aufregend/interessanten Bereich in den langweilig/stabilen übergehen solle, damit nicht jeder Wechsel der Sprachversion einen Haufen Arbeit für den Entwickler nach sich zieht.

Deutschsprachig

abteilung Die Neue Abteilung #23 bespricht Push Notifications aus Nutzersicht. Die nächste Folge soll Push Notifications dann aus Entwicklersicht betrachten. Wie in vielen Dingen: zuerst gab es Euphorie und den Wunsch das Feature für alles nutzen, dann die Kritik (“stört extrem”), schließlich das Einpendeln bei vernünftiger Nutzung (Kontrolle ausüben).

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