Diese Woche in Podcasts (17.12.17)

Nach einer Pause zurück mit etwas mehr Struktur.

Vorstellung

vector Vector ist ein Podcast von Rene Richie. Er lädt einen App-Entwickler und einen Power-User ein. In Folge 33 geht es um die Notizenapp Drafts, deren Entwickler Greg Pierce und Merlin Mann, der diese App immer wieder empfohlen hat. Drafts beginnt mit einem leeren Textfeld. Die Kernidee ist: erstmal Text hier eingeben und dann überlegen, was man mit dem Text machen will.

Drafts hat bei mir einen besonderen Platz auf dem iPhone. Es ist so eine Erleichterung, einfach losschreiben zu können und später zu überlegen, was man mit der Notiz anfangen will (“Schicke ich das im Chat oder per Mail oder lege ich es vorher zum weiteren Bearbeiten in Evernote oder als Notiz ab?”). Für Merlin Mann ist es ein gutes Beispiel dafür, wie man kleine Hindernisse aus dem Weg räumen kann, um sich das Arbeiten an den wichtigen Dingen zu erleichtern.

Die üblichen Verdächtigen

atp Hauptthema des Accidental Tech Podcast #252 ist der neue iMac Pro. Auch wenn Marco und John Fans von modulareren Desktoprechnern sind und weiter gespannt auf den angekündigten Mac Pro warten, sehen sie viel Positives am iMac Pro, der das Leistungsspektrum der Apple-Computer deutlich nach oben erweitert (bis zu 18 Cores, bis zu 128 GB ECC RAM, bis zu 4 TB SSD mit etwa 3 GB/s-Übertragung, leistungsfähige Grafikkarten, …). Natürlich weisen sie auch deutlich auf mögliche Probleme und Einschränkungen hin (Erweiterbarkeit, mögliche Hitzeprobleme durch die Top-Komponenten direkt hinter dem Bildschirm, …).

b2w Back To Work #353 bietet neben Merlins Rasierstrategie, Problemen mit bestimmten Shows beim Apple-TV und dem Videoabspieler, den Dan zu Werbezwecken erhalten hat, vor allem gute Antworten auf eine Zuhörerfrage. Dabei wird davor gewarnt, dass unsere Idee davon, wer wir sein sollten, uns im Wege stehen kann. Im konkreten Fall geht es um den Karriereweg (Musik vs. konventioneller Job). Zu oft würde man seine eigene Geschichte davon, wer man sei, nicht hinterfragen und Entscheidungen nicht anhand der tatsächlichen Konsequenzen sondern anhand der Übereinstimmung mit dieser (eventuell alten) Geschicht treffen.

radar Under the radar #110 ist eine außergewöhnliche Episode. David Smith berichtet nämlich in einer Art Tagebuch von der Veröffentlichung seiner App Workouts++ in Version 2.0. Es ist ein seltener und interessanter Einblick in das Leben eines unabhängigen Entwicklers bei einem Launch, der nicht so läuft, wie erwartet.

core Ebenfalls um die Veröffentlichung einer neuen Softwareversion drehen sich die letzten beiden Folgen von Core Intuition 308 und 309. Daniel Jalkut berichtet von der Veröffentlichung von MarsEdit 4, etwa 7 Jahre nach Version 3. MarsEdit ist ein Blog-Editor für unterschiedliche Blogplattformen (u.a. Wordpress, Blogger, Tumblr) und setzt um, was häufiger Rat an Neulinge ist: “Schreib nicht (zu viel) im Web-Browser”. Klassische Blogplattformen bieten ein Webinterface an, in dem man Artikel schreiben, editieren und veröffentlichen kann. Doch wer mehr als einmal einen längeren Text bei Absturz des Browsers, versehentlichem Navigieren oder Schließen eines Tabs oder Fensters verloren hat, wird lieber in einem nativen Programm schreiben. Das bietet MarsEdit seit langem.

Deutschsprachig

abteilung In Folge 22 von “Die neue Abteilung” aus München geht es um die Benennung von Apps. Natürlich sollte man darauf achten, dass die Aussprache und Schreibweise des Namens ohne Erklärung klar sind, der Name sollte nicht zu lang sein und besonders schön ist es, wenn man darauf auch ein Verb machen kann. Hier wird wieder daran erinnert, Apps als Werkzeuge zu sehen und somit den Fokus auf das zu lenken, was der Nutzer oder die Nutzerin mit der App machen kann. Adressiert man einen internationalen Markt, bietet sich natürlich ein englischer Name, obwohl gerade die Amerikaner sich auch für deutsche Bezeichnungen begeistern können. Eine Namenskollision muss nicht unbedingt ein sofortiges K.O.-Kriterium sein, sofern sich der Anwendungsbereich unterscheidet und man noch eine schöne URL für die bewerbende Webseite finden kann.

Als positive Beispiele für gute Namen werden Things für die ToDo-App von Cultured Code und Twitter erwähnt.

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