Was ist „Diese Woche in Podcasts“ und warum?

Warum Podcasts als Medium?

Ich liebe Podcasts. Es ist eine so schöne Nische im Web mit unabhängigen Stimmen, wenig Einfluss vom großen Kommerz und individuellen Formaten. „Du kommst für das Thema, Du bleibst wegen der Stimme.“ (Merlin Mann: “People come for the topic, and stay for the voice”) Das gilt natürlich genau so für Blogs, man schaut sich die Themen an, die interessieren und bleibt da hängen, wo man die Menschen/Stimmen dahinter mag oder interessant findet. So ging es mir mit vielen Podcasts.

Gibt es das nicht auch im Radio?

Ja, manche finden dies vielleicht im Medium Radio, aber da muss man doch sehr lange suchen, um vom Standardgedudel und -gequatsche weg zu kommen. Und dann ist da eben noch das Synchrone: wenn ich mir die Sendung nicht aus einer Mediathek holen will (und dann ist es fast schon ein Podcast), muss ich zur richtigen Zeit am Radio sitzen - schwierig. Das Modell stirbt wohl langsam aus.

Ein Gegenbeispiel wäre jetzt zum etwa Spreeblick bei fluxfm.

Wie schaffst Du es, jede Woche über 10 Stunden Podcasts zu hören?

Zuerst mal gibt es viele Gelegenheiten, Podcasts zu hören. Meine drei wichtigsten: beim Autofahren, beim Sport und bei der Hausarbeit. Da kommen bei mir schon etwa 9 Stunden in der Woche zusammen. Dann gibt es in meinem Lieblingspodcastplayer Overcast (von Marco Arment) zwei Features, die mir erlauben, in derselben Zeit mehr Podcasts zu hören:

  1. Smart speed verkürzt die Pausen in der Sprache und das ohne seltsam zu klingen.
  2. Die Abspielgeschwindigkeit lässt sich einstellen und dabei eben auch erhöhen ohne dass die Sprecher nach Mickey Maus klingen. Mit beiden Features zusammen (und dem gelegentlichen Skippen von Werbung) schaffe ich in den genannten 9 Stunden eben locker 12 Stunden Podcasts. Viel Zeit für neue Ideen und gute Unterhaltung.

Warum so viele englischsprachige Podcasts?

Ohne jetzt genaue Zahlen zur Hand zu haben ist die Podcast-Szene in den USA um ein Vielfaches größer als in Deutschland. Deswegen stehen einfach die Chancen besser, die Kombination eines interessanten Themas, sympathischer SprecherInnen und vernünftiger Produktion zu finden. Aber es gibt natürlich auch sehr schöne deutschsprachige Podcasts. Um nur zwei Beispiele zu nennen:

  • Die neue Abteilung
  • Fehlfarben – Ein Kulturpodcast aus München von Anke (@ankegroener), Felix (@sammykuffour) und Florian (@munifornication).

Was ist das hier?

Für alle, die jedoch nicht so gern und lange englische Texte hören wollen, schreibe ich hier auf, was sich bei den englischen Podcasts aktuell tut. Als eine Art Wegweiser zu interessanten Podcasts. Natürlich mit den Schwerpunkten, die mich interessieren: Technologie/Computer (mit Fokus auf Apple und Softwareentwicklung), Produktivität, Popkultur/Bücher/Comics/Filme/TV, das Leben und der ganze Rest.

Update: Mehr Podcasts

Ich habe eine Twitterliste zusammengestellt, die Podcasts, PodcasterInnen und Podcastnetzwerke enthält.

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